Beschreibung
Nimmt man einen der gängigen Flume-Werksucher, K2 oder K3, in die Hände, so stößt man spätestens auf der zweiten Seite der nach Größe sortierten Abbildungen auf das ETA 2442, das nicht nur das kleinste ETA-Werk, sondern überhaupt eines der kleinsten je produzierten Uhrwerke ist.
Selbst ein 1ct-Stück ist noch deutlich größer, als dieses Wunderwerk der Miniaturisierung, das gerade einmal 6 Linien im Durchmesser, also 13,3mm mißt.
Wie oft bei ETA-Werken, war es in unterschiedlichen Konfigurationen erhältlich, wobei sich diese in den vorliegenden Exemplaren auf Farbe und Typ der Unruh beschränken:
Die Ausführung, die von der Konstruktion her identisch mit dem ETA 2412 ist, ist tadellos, wie man schon an der Grundplatine erkennen kann, bei der natürlich alle wichtigen Lager mit Steinen ausgeführt sind:
Auch hier wurde die moderne, platzsparende Räderwerksanordnung verwendet, bei der es kein zentrales Minutenrad gibt, sondern das Zeigerwerk über das Trieb des Kleinbodenrads angetrieben wird.
Das große Federhaus steht in Verbindung mit dem Großbodenrad mit seiner dicken Achse, gefolgt vom Kleinbodenrad, Sekundenrad und Ankerrad. Letzters muss bei der Montage seitlich hereingeschoben werden.
Der Anker dieses Palettenankerwerks ist ebenso wie das Ankerrad in olivierten Lagersteinen gelagert und sehr schwierig zu montieren.
Als Unruh kommt zumindest in den vorliegenden Exemplaren stets eine große Glucydur-Unruh zum Einsatz, die mit bereits halbschnellen 21.600 Halbschwingungen pro Stunde arbeitet und in einem Paar Incabloc-Stoßsicherungen gelagert ist.
Die Regelage erfolgt direkt am Spiralschlüssel und es ist leider fast Glückssache, das Werk genau zu justieren.
Wie auch beim ETA 2412, befindet sich das Gesperr unterhalb des Sperrrads.
Zifferblattseitig wirkt das Trieb des Kleinbodenrads auf das Minutenrad ein, auf dem per Rutschkupplung das Minutenrohr montiert ist.
Natürlich verwendet das ETA 2442 einen Kupplungsaufzug.
Auch auf der Zifferblattseite kann man die unterschiedlichen Farbvarianten sehen:
Im Labor
Zeitwaagen-Ergebnis
Das Werk war sehr schwer zu regulieren, zeigt dafür, und vor allem gemessen daran, dass es aus einer “Schlachtuhr” kommt, eine noch zufriedenstellende Ganggenauigkeit. In besserem Zustand sind sicher deutlich bessere Ergebnisse zu erreichen.| horizontale Lagen | |||
|---|---|---|---|
| Zifferblatt oben | +-0 s/Tag | 283° | 0.1ms |
| Zifferblatt unten | +-0 s/Tag | 292° | 0.0ms |
| vertikale Lagen | |||
| Krone rechts (12 oben) | +34 s/Tag | 226° | 0.3ms |
| Krone oben (3 oben) | +31 s/Tag | 226° | 0.1ms |
| Krone links (6 oben) | +25 s/Tag | 229° | 0.1ms |
| Krone unten (9 oben) | +35 s/Tag | 227° | 0.2ms |
Technische Daten
| Hersteller: | ETA |
| Kaliber: | 2442 |
| Basiskaliber: | ETA 2440 |
| Größe: | 6''' (gemessen: 13,3mm) |
| Höhe: | 3,20mm |
| Halbschwingungen pro Stunde: | 21600 |
| Hebewinkel: | 53° |
| Anzahl Steine: | 17 |
| Hemmung: | Anker |
| Unruh-Ausführungen: | Glucydur-Schraubenunruh (zweischenklig) Glucydur-Ringunruh (dreischenklig) |
| Stoßsicherung(en): | Incabloc |
| Unruhlagerung / Richtung Spirale: | Uhrzeigersinn |
| beweglicher Spiralklötzchenträger: | ja |
| Regulierorgan: | Spiralschlüssel |
| Werksaufbau: |
|
| Bauweise: | Massivbau |
| Aufzugstyp: | Kupplungsaufzug |
| Winkelhebelfeder: | 1 Loch |
| Referenzen: | Flume: K2 2 |
| Erwähnung in Artikeln (Jahre): | 1963 - 1971 |
| Inventarnummer: | 25013 |
Anwendungsgalerie

Amado Damenuhr (Gehäuse fehlt)

Livano Damenuhr (Gehäuse fehlt)

Arctos Damenuhr (Gehäuse fehlt)

Dugena Damenuhr (Gehäuse fehlt)

Priosa Damenuhr (Gehäuse fehlt)












