Felsa 4072

 
Felsa 4072 |

Felsa 4072

Beschreibung

Das selten gesehene Felsa 4072 ist ein höchst ungewöhnliches Damenuhrenwerk.

Vom werksseitigen Aufbau her erinnert es stark an das ETA 2410 zur Verfügung zu stellen.

Trotz Schraubenunruh nutzt dieses Werk bereits einen beweglichen Spiralklötzchenträger - eigentlich eine seltene Kombination, die wohl hier der Tatsache geschuldet ist, daß das vorgestellte Werk in einer (teueren) L.U.Chopard-Damenuhr tickte und deswegen mehr, als nur einen “Tick” besser verarbeitet wurde.

Felsa 4072: Felsa 4072 Zifferblattseite

Felsa 4072 Zifferblattseite

Zifferblattseitig unterscheidet sich dieses Werk nicht nur deutlich vom ETA 2410.

Der Vorteil dieser ungewöhnlichen Konstruktion ist der Wegfall der kritischen Übertragung vom zifferblattseitigen Minutenrad zum werksseitigen Kleinbodenrad und natürlich läßt sich eine Rutschkupplung auf dem großen Federhaus wesentlich einfacher realisieren, als auf dem vergleichsweise kleinen Minutenrad.

Daß dieses vergoldete, mit Zierschliffen versehene Werk über einen Kupplungsaufzug verfügt, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden. Ab einer gewissen “Klasse” ist soetwas ohnehin Standard.

Technische Daten

Hersteller:Felsa
Kaliber:4072
Größe:6 3/4''' (gemessen: 15,5mm)
Halbschwingungen pro Stunde:18000
Anzahl Steine:17
Hemmung:Anker
Unruh-Ausführungen:Glucydur-Schraubenunruh
Stoßsicherung(en):Incabloc
Unruhlagerung / Richtung Spirale:Uhrzeigersinn
beweglicher Spiralklötzchenträger:ja
Regulierorgan:Spiralschlüssel
Werksaufbau:
  • Anker
  • Ankerrad (Hemmungsrad), Sekundenrad, Kleinbodenrad, Großbodenrad
  • Federhaus
Aufzugstyp:Kupplungsaufzug
Winkelhebelfeder:2 Löcher
Referenzen:Flume: K3 5
Erwähnung in Artikeln (Jahre):1964
Hinweis: Die Anzahl der Steine, die verwendeten Unruh-Ausführungen und die verwendeten Stoßsicherungen beziehen sich nur auf die im Archiv vorhandenen Exemplare und sind daher nicht relevant für eine genaue Werks-Bestimmung.

Anwendungsgalerie

Felsa 4072: Chopard Damenuhr  (nur Zifferblatt)

Chopard Damenuhr (nur Zifferblatt)

Links

Vielen Dank an Harald Hoeber für die Spende des Werks!